Martella Verpackung

Caffè Martella: Espressotradition

Sonia Martella von

Eigentlich ist die kleine Stadt Marino südöstlich von Rom für den Weinanbau und das alljährlich stattfindende Weinfest „La Sagra dell‘Uva“ bekannt. Nur die wenigsten wissen, dass hier in den Albaner Bergen einer der besten italienischen Espressi geröstet wird – der Caffè Martella. Wie so oft in Italien ist auch die Erfolgsgeschichte dieser Kaffeerösterei eine Familiengeschichte, die in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Anfang nahm.

Überblick Landschaft
Überblick über die Landschaft von der Albaner Berge © Caffè Martella

Caffè Martella – wie alles begann …

Als Azeglio Martella Anfang der 1940er-Jahre beschloss, in einer der kleinen Ortschaften der Albaner Berge, den Castelli Romani, einen kleinen Gemischtwarenladen zu eröffnen, waren die Zeiten alles andere als leicht: Italien war 1940 in den Zweiten Weltkrieg eingetreten, die Bevölkerung litt unter den Kriegsfolgen. Doch der Großvater der heutigen Kaffeeröster-Generation bewies Unternehmergeist, Mut und vor allem auch soziales Engagement. Von Anfang an verkaufte er in seinem Geschäft Espresso und schnell wurde ihm klar, dass das Geschäft mit der aromatischen Bohne Zukunft haben würde.

Mit seinem kleinen Unternehmen trug er in den schwierigen, von Hunger gekennzeichneten Kriegsjahren zum Lebensunterhalt vieler Familien bei und sollte dafür Jahre später vom italienischen Staatspräsidenten mit dem renommierten Titel „Cavaliere delle Stella al merito del lavoro“ ausgezeichnet werden.

Die erste Kaffeebar in Ciampino

Bar von Martella in den 50 Jahre
Bar von Martella in den 50 Jahre © Caffè Martella

1950 – der Krieg war vorbei, die Italiener verspürten Aufbaustimmung: Der richtige Zeitpunkt für Azeglio Martella, um seine erste Bar zu eröffnen. Und zwar eine echte italienische Bar, in der es von morgens früh bis abends spät vor allem Kaffee zu trinken gab: seinen eigenen Caffè. Nur wenige Kilometer von seinem Geburtsort entfernt, eröffnete Martella im Zentrum der kleinen Stadt Ciampino seine erste Bar und begann, Kaffee zu rösten. Hier steht noch heute die erste eigene Kaffeeröstmaschine der Firma Martella.

In Ciampino befand sich auch der wichtigste Flughafen Roms, der in den 1950er-Jahren sein Verkehrsaufkommen verdoppelte. Davon profitierte die Stadt vor den Toren der italienischen Hauptstadt, ebenso wie Azeglio Martella und sein Unternehmen. Martella legte von Anfang an viel Wert auf den persönlichen Kontakt zu seinen Kunden: So reiste viel und bot seine Kaffeeröstungen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten persönlich an. Diese Reiselust und sein Unternehmergeist gab er an seinen Sohn und schließlich an seine drei Enkel weiter, die das Unternehmen heute in bester italienischer Familientradition führen.

Der Erfolg – von Italien in die Welt

Gebrüder Martella
Gebrüder Martella © Caffè Martella

Caffè Martella wurde im Ausland schnell zum Symbol echten italienischen Espressogenusses und italienischer Handwerkskunst. Deutschland war von Anfang an einer der wichtigsten Märkte: Die Leidenschaft, das Aroma und die persönlichen Beziehungen zahlten sich für die Familie Martella aus. Die Rösterei aus dem Latium gewann Preise und Auszeichnungen, nicht nur für ihren einzigartigen Caffè, sondern auch für ihren guten Kundenservice.

Im Jahr 2008 wurde die berühmte Miscela Maximum Class von dem internationalen Expertenteam SCAE (Speciality Coffee Association of Europe, jetzt SCA) zu einem der besten handwerklich gerösteten Kaffees gekürt.

 

Der neue Firmensitz der Kaffeerösterei Martella in Marino

Kirche in San Marino
Kirche in Marino  ©  Caffè Martella

Seit 2015 hat die traditionelle Kaffeerösterei Martella ihren Sitz in der Altstadt von Marino, dem Geburtsort des Firmengründers. Hier, 400 Meter über dem Albaner See mit Blick auf die Metropole Rom, restaurierte die Familie Martella ein altes Kloster aus dem 15. Jahrhundert, dessen Kirche als Meisterwerk des Rokoko gilt. Die Zeit scheint hier, nur wenige Kilometer von der hektischen Hauptstadt entfernt, stillzustehen: Die Bewohner der Castelli Romani gehen bis heute alten Handwerkstraditionen nach und schätzen das vor allem in den Sommermonaten frische Klima. In diesem Ambiente wird der aromatische Caffè Martella nach alter Familientradition geröstet.

Was ist das Besondere am Röstverfahren von Caffè Martella?

Seit über 70 Jahren röstet die Familie Martella ihre Mischungen im traditionellen Trommelröstverfahren – langsam und bei nicht allzu hohen Temperaturen. Denn: Guter Kaffee braucht Zeit und Geduld. Die erste Rösttrommel ist noch heute im Besitz der Familie, wird aber nur noch bewundert und nicht mehr für die Produktion verwendet. Die aktuelle Röstmaschine ist – wie alles bei Martella – echte Handarbeit: Die eigens für das Unternehmen hergestellte Rösttrommel ist aus Gusseisen hergestellt, im Inneren mit feuerfesten Steinen ausgekleidet und ein Unikat.

Geröstet werden die feinen Mischungen aus den besten Kaffeebohnen der Welt indirekt durch einen doppelwandigen Röstzylinder. So werden sie sehr gleichmäßig geröstet. Nach der Röstung werden die Bohnen sehr schnell mit einem kalten Luftstrom abgekühlt, um die Röstung bei dem gewünschten Röstgrad zu unterbrechen. Überprüft und überwacht wird der komplette Röstprozess von der Familie persönlich.

Die Mischungen – le miscele

Auf diesen drei exquisiten „miscele“ baut Martella seinen Erfolg auf:

  • Maximum Class: Feinste, bei eher niedrigeren Temperaturen geröstete Bohnen sorgen für einen süßen und sehr aromatischen Kaffeegenuss.
  • Mirus Class: Bohnen unterschiedlicher Kaffeesorten werden einzeln und bei verschiedenen Temperaturen geröstet. Das Ergebnis ist vollmundig, schokoladig und cremig.
  • Classic Class: Bohnen unterschiedlicher Sorten werden bei mittlerer Temperatur geröstet. Heraus kommt ein kräftiger Espresso mit einem geradezu blumig-fruchtigen Aroma.

Die einzelnen Kaffeemischungen sind als Kaffeebohnen, Kaffeepulver und Espresso-Pads erhältlich.

Martella – feinster italienischer Espresso mit Tradition

  • Das italienische Unternehmen Martella röstet seit über 70 Jahren feinsten Espresso nach Familientradition.
  • Die sorgfältige Auswahl der besten Bohnen, die langsame Röstung in der einzigartigen Rösttrommel und der persönliche Kontakt zu den Kunden gehören zum Erfolgsrezept des Traditionsunternehmens vor den Toren Roms.
  • Mit ihren erlesenen Espressomischungen Maximum Class, Mirus Class und Classic Class verwöhnt die Familie Martella Kaffeeliebhaber auf der ganzen Welt und konnte zahlreiche Auszeichnungen gewinnen.

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