Café frappé

Eis und Kaffee: Café Frappé und Caffè Shakerato

Carola von

Geschüttelt und nicht gerührt – die Rede ist nicht vom legendären Martini des James Bond, sondern vom eiskalten Café Frappé. Das ursprünglich aus Griechenland stammende Kaffeemix-Getränk zählt vor allem im Süden Europas und in Südostasien zu den erfrischenden Genüssen für hitzegeplagte Kaffee-Liebhaber. Spielend einfach ist die Zubereitung, köstlich erfrischend und belebend sein Genuss!

Was ist ein Café Frappé?

Wer im Süden Europas einen Café Frappé bestellt, bekommt einen schaumigen, eisgekühlten, meist in einem hohen Longdrink-Glas servierten Kaffee. Der klassische Café Frappé besteht aus lösbarem Instant-Kaffee, kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln. Seine schaumige Konsistenz erhält der Frappé durch das Schütteln der Zutaten im Cocktail-Shaker oder durch die Zubereitung in einem speziellen Frappéschäumer, wie er in den meisten Bars und Cafés eingesetzt wird.

Von anderen eisgekühlten Kaffee-Getränken wie dem klassischen deutschen Eiskaffee oder dem Cold Brew Kaffee unterscheidet sich der Café Frappé sowohl durch seine Zutaten als auch durch seine Zubereitung:

Der Eiskaffee wird wie der italienische Caffè affogato nicht mit Eiswürfeln und Instant-Kaffee zubereitet, sondern mit Cremeeis und frisch gebrühtem Kaffee bzw. Espresso. Keinesfalls zu verwechseln ist griechischer Frappé mit einem Milchshake, denn der klassische Café Frappé enthält überhaupt keine Milch.

Am ehesten vergleichbar ist der Eiskaffee Frappé mit dem italienischen Caffè shakerato, der ebenfalls mit Eiswürfeln in einem Cocktail-Shaker geschüttelt wird. Allerdings verwendet man für den Shakerato wiederum frisch zubereiteten Espresso.

Wer hat den Frappé erfunden?

Die Erfindung dieses äußerst schmackhaften und erfrischenden Kaffeemix-Getränks wird dem Griechen Dimitrios Vakondios zugeschrieben. Der Mitarbeiter eines großen Kaffeeproduzenten handelte auf einer Messe im Jahr 1957 aber eher aus der „Not“ heraus und war sich seiner folgenreichen Kreativität wohl gar nicht bewusst. Da ihm auf dem Messestand kein heißes Wasser für die Zubereitung von Instant-Kaffee zur Verfügung stand, entschied er sich spontan für eine kalte Kaffee-Variante: Er gab das Kaffeepulver zusammen mit kaltem Wasser und Zucker in einen Mixer und drückte auf Start. Heraus kam eine leckere Kaffeespezialität, die nicht nur Vakondios und die Messebesucher begeisterte, sondern schnell und nachhaltig zum Lieblingsgetränk der Griechen an heißen Tagen avancierte.

Griechischer Frappé: Rezept und Zubereitung

Der Café Frappé lässt sich schnell und einfach zubereiten – nicht einmal Kaffee kochen muss man dazu. Wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Gelingen ist allerdings ein Cocktail-Shaker bzw. ein Frappéschäumer. Zur Not kann man auch einen Milchaufschäumer verwenden.

Zutaten für einen klassisch griechischen Café Frappé:

  • ein bis zwei gehäufte Teelöffel Instant-Kaffee pro Glas
  • eisgekühltes kaltes Wasser
  • Eiswürfel

Und jetzt wird ordentlich geschüttelt:

  • Nur ein bis zwei Fingerbreit Wasser und Kaffeepulver werden in den Cocktail-Shaker oder in einen Frappéschäumer gegeben.
  • Beide Zutaten entweder per Hand schütteln oder per Knopfdruck schaumig aufschlagen – so lange, bis eine dichte karamellfarbene Masse entsteht. Per Hand dauert das etwas 15 bis 30 Sekunden.
  • Die Kaffeemasse in ein hohes Glas geben, mit kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln verrühren und servieren. Bei diesem letzten Schritt ist es wichtig, das kühle Wasser sehr langsam über den Schaum zu gießen, damit dieser seine fluffige Konsistenz nicht verliert.

Café Frappé: ein Getränk, viele verschiedene Varianten

Jedes Land hat seine eigenen Kaffeetraditionen, und so wird der Café Frappé, je nachdem, an welchem Ort auf der Erde man sich befindet, sehr unterschiedlich zubereitet und getrunken.

Griechenland

In seinem Ursprungsland genießt man den Café Frappé in zahlreichen kreativen Varianten, die alle ihre eigene Bezeichnung haben:

  • Frappé me gala oder Frapogalo: Diese Köstlichkeit enthält süße Kondensmilch, die dem Frappé nach dem Aufschäumen zugefügt wird.
  • Frappé sketo: Mit diesem Begriff bezeichnet man den klassischen, ungesüßten Café Frappé.
  • Frappé metrio und Frappé gliko: Der Metrio wird mit einem Löffel Zucker gesüßt; der Gliko hingegen mit zwei. Der Zucker wird zusammen mit dem Instant-Kaffee und dem Wasser geschüttelt.
  • Frappé me pagoto: Bei dieser Variante wird das Frappé am Ende mit einer Kugel Vanilleeis versüßt.

Italien

Im Land des Kaffees heißt der Frappé shakerato und ist ein Espresso mit Eiswürfeln. Geschüttelt wird er allerdings auch: entweder im Shaker oder im elektrischen Schäumer. Statt mit Instant-Kaffee genießen die Italiener ihren Caffè shakerato bei brütender Hitze aber mit echtem Espresso, dem vor dem Schütteln meist noch etwas Zucker hinzugefügt wird. Dann geht’s zusammen mit den Eiswürfeln in den Shaker und danach in ein Cocktail- oder Weinglas.

USA

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bereitet man den Caffè Frappé nicht mit Instantpulver, sondern mit schwarzem Filterkaffee und Sahne statt Wasser zu. Das Ganze ist zwar deutlich kalorienreicher, aber gerade deshalb einfach köstlich.

Das Wichtigste auf einen Blick: Café Frappé

  • Mit dem Begriff Café Frappé werden verschiedene kalte Kaffeemix-Getränke bezeichnet.
  • Ursprünglich stammt der Frappé aus Griechenland, wo er im Jahr 1957 zum ersten Mal eher zufällig auf einer Messe zubereitet wurde.
  • Der klassische Café Frappé wird mit Instant-Kaffeepulver und Wasser in einem Cocktail-Shaker aufgeschäumt, dann mit Wasser aufgefüllt und mit Eiswürfeln serviert.
  • Am engsten verwandt ist der Frappé mit dem italienischen Caffè shakerato.
  • Es gibt zahlreiche Varianten des Frappé: mit oder ohne Zucker, mit oder ohne Milch, mit Sahne oder mit einer Kugel Eis.

Beitragsbild: ©iStockphoto:Mckyartstudio

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