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Der Red Eye: Das Ende der Müdigkeit

Anika von

Kaffee ist international! Ob Espresso, Mokka oder Filterkaffee, überall auf der Welt liebt man das „schwarze Gold“. Dabei hat jedes Land, jede Region, die eigenen kleinen Vorlieben wie der Kaffee zubereitet und getrunken wird – sei es der türkische Mokka im Orient oder der Caffè in Italien. Selbstverständlich gibt es in den Vereinigten Staaten ebenfalls eine Kaffeekultur, auch wenn diese nicht an das historische Erbe der arabischen oder europäischen Pendants heranreicht. Allerdings erfreuen sich US-amerikanische Koffeinbomben, wie der Red Eye oder Black Eye Coffee, hierzulande einer immer größeren Beliebtheit. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen? Wir werfen einen Blick auf die Wachmacher aus den USA.

Red Eye und seine Geschwister

Der Red Eye ist in den USA ein allseits beliebtes Getränk, er trägt sogar je nach Region mitunter unterschiedliche Namen. Ob „Sludge Cup“, „Shot in the Dark“ oder „Hammerhead“ – alle bezeichnen ein und das Selbe Getränk. Doch was ist es denn nun genau? Ganz einfach: Es ist eine Tasse Filterkaffee mit einem Shot Espresso. Erfunden wurde der Red Eye wohl, um nach einem Übernachtflug von der Westküste der USA zur Ostküste am nächsten Morgen wenigstens ein bisschen wach zu werden und den übermüdeten roten Augen den Kampf anzusagen. Wem das jedoch noch nicht genug ist, für den wäre vielleicht ein Black Eye besser. Wie ein Schlag ins Gesicht wirkt diese Koffeinmischung aus einer Tasse Filterkaffee mit 2 Shot Espressi. Wer jetzt immer noch müde ist, dem ist nur noch durch den Dead Eye zu helfen; Filterkaffee mit 3 Espresso. Auch der Dead Eye hat unterschiedliche Namen: um bei Starbucks ans Ziel zu kommen, sollte man sich beispielsweise einen „Green Eye“ bestellen.

Die Sache mit dem Koffein

Natürlich sollte man über den Wachmach-Effekt nicht vergessen, dass Koffein ein zweiseitiges Schwert ist und in überhöhter Aufnahme auch negative Effekte haben kann. Als grober Richtwert ist laut EFSA ein Koffeinkonsum von 5,7 mg pro kg Körpergewicht und Tag unbedenklich, das entspricht bei einem 70 kg schweren Menschen ca. 400 mg Koffein. Natürlich schwankt der Koffeingehalt je nach Kaffeesorte und Zubereitung und jeder versteht unter einer Tasse nicht exakt die gleiche Menge. Trotzdem lässt sich grob sagen, dass eine Tasse Filterkaffee zwischen 80 und 100 mg Koffein beinhaltet, ein Espresso hat um die 80 mg. Für den Red Eye heißt das also, dass er ca. 170 mg Koffein hat, der Black Eye ca. 250 mg und der Dead Eye ca. 330 mg. Auf der einen Seite sorgt das Koffein für eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, auch kann die physische Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Bei übermäßigem Koffeinkonsum kann es jedoch auch zu Unruhe und Nervosität, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen kommen. Nach bereits 2 Red Eye sollte also lieber Schluss sein. Insbesondere Menschen mit Herzrhythmusstörungen oder anderen Herz-Kreislaufbeschwerden sollten eher vorsichtig mit dem Koffeinkonsum sein. Trotzdem ist jeder unterschiedlich sensibel gegenüber Koffein und weiß somit selbst am besten, ob er einen einfachen Espresso zum Wachwerden braucht oder es doch ein Dead Eye sein muss.

Die Zubereitung

Die Zubereitung des Red Eye ist sehr einfach, da nur zwei Zutaten benötigt werden. Filterkaffee und Espresso. Kaffee und Wasser. Sowohl bei der Zubereitung des Filterkaffees als auch beim Espresso gilt natürlich, dass ihr eure Lieblingsmethode verwenden könnt. Ob French Press, Handfilter oder Syphon; Siebträgermaschine, Bialetti oder aus dem Vollautomaten – wie es euch am besten schmeckt, ist es richtig.

  1. Bereitet den Filterkaffee zu.
  2. Bereitet einen Espresso zu. (Für den Black Eye 2 Espressi und den Dead Eye 3 Espresso)
  3. Gebt den Filterkaffee in eine Tasse und gießt den Espresso hinzu.
  4. Fertig – Einfach genießen und vergessen, was Schlaf bedeutet!

Der Kaffee

Wenn schon denn schon. Wer einen Red Eye trinkt, sollte auch eine angemessene Stärke erwarten können, weshalb wir kräftige Kaffee- und Espressosorten empfehlen. Ein Beispiel für einen kräftigen Filterkaffee wäre der Dinzler Kaffee Premium. Kaffee aus verschiedenen Anbaugebieten wie Afrika, Südamerika und Indien sorgen für eine ausgewogen geschmackvolle Mischung.

Als Espresso können wir in der Kombination beispielsweise den Kimbo extreme empfehlen, da er durch seinen intensiven Geschmack vom Filterkaffee nicht übertönt wird und durch seinen langanhaltend cremigen Nachgeschmack den entscheidenen Touch verleiht.

Red Eye. Ein paar Worte zum Schluss

Eine Koffeinbombe für alle, die eine brauchen. Kurz und knapp, schwarz und stark, da braucht es nicht viele Worte.

  • Der Red Eye ist eine Mischung aus Filterkaffee und Espresso
  • Der Name ist hergeleitet vom Red Eye Flight zwischen der Ost- und Westküste der USA
  • Es gibt verschiedene Abstufungen (Red Eye, Black Eye, Dead Eye)
  • Dieses Getränk ist ein ultimativer Koffein-Boost

Beitragsbild:©iStockphoto: pinstock

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