Oatly Barista Haferdrink

Oatly Barista Haferdrink im veganen Cappuccino Test

Anika von

Haferdrinks sind populär. Es gibt verschiedene Marken und Varianten. Da verwundert es nicht, dass auch eine Barista Variante dabei ist. Im Rahmen unseres veganen Cappuccino Tests haben wir verschiendene Pflanzendrinks auf ihre Baristaeigenschaften untersucht. Der Oatly Barista Haferink soll mit der Kraft des Hafers perfekt auf Kaffee zugeschnitten sein, was wir natürlich überprüft und dabei auch einen Blick auf den Drink selbst geworfen haben.

Die Welt der Siebträgermaschinen

Der Oatly Barista Haferdrink in der Verkostung

Wir haben verschiedene Pflanzendrinks in einem Blindversuch von erfahrenen Kollegen beurteilen und verkosten lassen. Anschließend haben wir mit unserem Haus und Hof Barista Ali die Pflanzendrinks auf ihre Baristaeigenschaften untersucht, dazu zählen das Aufschäumverhalten und die Schaumqualität. Der Oatly Barista Haferdrink hat eine gelblich/gräuliche Färbung, wenn er in die Tasse fließt. Die Kollegen beurteilten den Geruch als neutral. Der Geschmack wurde als leicht süß und getreidig bewertet. Insgesamt war er dem normalen Haferdrink sehr ähnlich. Mit dem Oatly Barista Haferdrink ließ sich ein sehr feinporiger Schaum von 1,2 cm Höhe herstellen. Er hatte eine cremige Konsistenz und eignete sich hervorragend für Latte Art. Über die Zeit nahm diese Qualität jedoch relativ zügig ab: nach 5 Minuten war der Schaum grobporiger, dünner und auch etwas wässriger, nach 10 Minuten hatte sich dieser Effekt noch einmal verstärkt. Im Zusammenspiel mit Kaffee war der Drink süß und nussig, dabei jedoch eher dezent und wirkte dadurch insgesamt harmonisch. In der Konsistenz war unser Cappuccino vollmundig. Im Vergleich zu dem normalen Haferdrink konnte uns die Barista-Variante somit wesentlich mehr überzeugen. Ein Tipp: Ein Kaffee mit einem Mischungsverhältnis von 80 % Arabica- und 20 % Robustabohnen ist besonders gut für den Barista-Haferdrink geeignet.  

Aus festem Getreide wird ein flüssiger Drink

In der Herstellung unterscheidet sich der Oatly Barista Haferdrink nicht vom Haferdrink. Die entspelzten und gereinigten Haferkörner werden vermahlen und mit Wasser und Enzymen vermischt. Die Enzyme sorgen für eine Spaltung der Haferstärke in Zucker und somit auch für den leicht süßen Geschmack des fertigen Drinks. Die Hafer-Wasser-Mischung wird nun abgefiltert und dem entstandenen Drink weitere Zutaten wie Vitamine und Öle zugesetzt. Im Fall des Barista Haferdrinks sind das im Vergleich zum normalen Haferdrink insbesondere verschiedene Zusatzstoffe. Nun wird der Drink noch wärmebehandelt und steril abgefüllt.

Was ist drin im Oatly Barista Haferdrink?

Im Gegensatz zum „normalen“ Oatly Haferdrink hat der Oatly Barista Haferdrink deutlich mehr Fett und ist mit 3g Fett pro 100g eher mit einer Vollmilch von der Kuh zu vergleichen. Hier ist jedoch anzumerken, dass im Gegensatz zu Kuhmilch der Hauptteil des Fettes keine gesättigten, sondern ungesättigte Fettsäuren sind. Auch der Zuckergehalt ist, wie auch bei dem normalen Haferdrink, der Kuhmilch ähnlich. Lediglich der Proteingehalt liegt mit 1g pro 100 g deutlich unter Kuhmilchverhältnissen und auch kalorisch liegen der Barista-Haferdrink und die Kuhmilch nah beieinander.

pro 100 mlKuhmilch 3,5 % FettOatly Barista Haferdrink
Energie65 kcal60 kcal
Fett3,6 g3 g
davon ges. Fettsäuren2,4 g0,3 g
Kohlenhydrate 4,7 g6,5 g
davon Zucker 4,7 g4,0 g
Ballaststoffe0 g0,8 g
Protein 3,4 g1,0 g
Salz0,1 g0,1 g
Calcium120 mg120 mg

Damit sich mit dem Drink ein besonders schöner Schaum herstellen lässt, beinhaltet er Emulgatoren, die für die Schaumbildung essentiell sind. Die Zusammensetzung des Oatly Barista Haferdrinks ist: Wasser, Hafer 10%, Rapsöl, Säureregulator (Dikaliumphosphat), Calciumcarbonat, Salz, Vitamine (D2, Riboflavin, B12), Kaliumiodid. Haferdrinks haben einige wertvolle Bestandteile, wie z.B. β-Glucane. Das sind Ballaststoffe mit vielfältigen Wirkungen, die wir im Haferdrinkartikel genauer beleuchtet haben.

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Der Hafer aus der Nachbarschaft

Auch im Thema Umwelt gibt es im Vergleich zum normalen Haferdrink keine Unterschiede. Haferdrinks benötigen im Vergleich zu Kuhmilch wesentlich weniger Landfläche und Energie, auch werden deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Als heimisches Getreide gibt es keine Probleme wegen Regenwaldrodungen, Wasserknappheit oder ähnlichem, denn Hafer ist an unser gemäßigtes Klima mit dem typischen Schmuddelwetter hervorragend angepasst. Dadurch sind die Transportwege kurz und die Auswirkungen auf die Umwelt im Vergleich zu Kuhmilch und auch manch anderen pflanzlichen Milchalternativen gering.

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