Espresso Macchiato in Tasse aus der Vogelperspektive

Espresso Macchiato: Espresso mit feinem Milchschaum

Anika von

Der unangefochtene Liebling der Italiener ist der Espresso. Von ihm gibt es viele Abwandlungen und Variationen, die sich über die Zeit etabliert haben. Beispielsweise der Espresso Macchiato, ein Espresso, der mit einem Tüpfelchen Milchschaum verfeinert wird. Nicht zu verwechseln ist er dabei mit dem Cappuccino oder Latte Macchiato, welche ebenfalls einen Espresso als Basis haben. Damit zukünftig niemand mehr durcheinanderkommt, erklären wir hier, was genau ein Espresso Macchiato ist, wie er sich zubereiten lässt und wie er sich von anderen Espresso-Milch-Spezialitäten unterschiedet.

Was ist ein Espresso Macchiato?

Ein Espresso Macchiato ist ein klassischer Espresso, der mit dem Siebträger, dem Vollautomaten oder dem Espressokocher – der Bialetti – zubereitet wird. Vor dem Servieren auf dem starken Espresso wird mit einem Löffel eine kleine Haube aus aufgeschäumter, warmer Milch platziert. In der sehr bildhaften italienischen Sprache bezeichnet man ihn deshalb als „macchiato“, was so viel heißt wie „befleckt“. Italiener trinken ihn zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass.

Der milde Milchschaum nimmt dem Espresso seinen etwas bitteren Geschmack. Vielleicht ist er gerade deshalb so beliebt. Serviert wird der „weiß befleckte Espresso“ entweder in der klassischen Espressotasse oder in einem kleinen Glas. Oftmals wird sogar gefragt, ob Glas oder Tasse bevorzugt wird.

Geschätzt wird der Espresso Macchiato übrigens vor allem von weiblichen Kaffeeliebhabern: Kein Wunder, denn in dieser italienischen Kaffeespezialität vereinen sich das intensive Aroma des Kaffees und der feine cremige Geschmack des Milchschaums.

Wo liegt der Unterschied zum Latte Macchiato und Cappuccino?

Den Espresso Macchiato mit dem gleichnamigen Latte zu verwechseln, ist indiskutabel – jedenfalls für echte Kaffeegenießer. Denn beim Latte Macchiato handelt es sich genau um das Gegenteil: Während der Espresso beim Espresso Macchiato mit ein wenig Milch verfeinert wird, gibt der Barista beim Latte Macchiato einer ordentlichen Portion Milch eine kleine Tasse Espresso hinzu. Die so entstehende Kaffeespezialität wird in der Regel in einem hohen schmalen Glas serviert und – zumindest jenseits der Alpen – nur zum Frühstück getrunken.

Der Cappuccino hingegen ist im Grunde ein Espresso Macchiato mit mehr Milchschaum. Ein Espresso wird in eine größere, breitere Tasse gegeben, die dann mit warmer aufgeschäumter Milch aufgefüllt wird. Wie der Latte Macchiato ist der Cappuccino in Italien ein klassischer Frühstückskaffee, der zum Cornetto, einem süß gefüllten Hörnchen, genossen wird.

Wie bereite ich einen Espresso Macchiato zu?

Die Zubereitung des beliebten Espressos ist denkbar einfach, erfordert jedoch ein wenig Präzision. Auf 30 ml Espresso kommen ein bis zwei Löffel Milchschaum. Und das geht so:

Zutaten:

  • 30 ml Espresso
  • 15 ml Milch

Zubereitung:

  1. Den Espresso aufbrühen. Typisch italienisch wäre zum Beispiel mit einem Siebträger oder einer Bialetti.
  2. Den Espresso in eine kleine bauchige Tasse oder ein kleines Glas geben.
  3. Die Milch aufschäumen.
  4. Nun die Milch mit einem Löffel vorsichtig auf den Espresso geben.
  5. Wer möchte, kann den Espresso Macchiato abschließend mit einer Prise Kakao verfeinern.

Auf keinen Fall sollte man zu viel Milchschaum in die Tasse geben, denn der Espresso wird nur befleckt!

Variationen des Espresso Macchiato

Die italienische Kaffeekultur wäre nicht das, was sie ist, gäbe es nicht von jedem ihrer Getränke Variationen. So finden sich in Italien einige Varianten des klassischen Macchiato:

Diejenigen, die dem charakteristischen italienischen Milchschaum nichts abgewinnen können, bestellen an der Theke einen „caffè macchiato caldo senza schiuma“: Serviert wird in diesem Fall ein Espresso mit einem Schuss warmer, nicht aufgeschäumter Milch.

Wenn die Temperaturen zwischen Venedig und Palermo in den Sommermonaten auf bis zu 40 Grad ansteigen, wird das Verlangen nach einem „macchiato freddo“ größer: Bei dieser Variante wird dem Espresso ein Schuss kalte, nicht aufgeschäumte Milch hinzugefügt, sodass sich der Espresso insgesamt etwas abkühlt.

Espresso Macchiato – das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Espresso Macchiato ist ein mit ein bis zwei Teelöffeln Milchschaum verfeinerter Espresso.
  • Sein Name bedeutet wörtlich aus dem Italienischen übersetzt: befleckter Espresso. Die kleine Milchhaube wird sozusagen als Fleck auf dem Espresso bezeichnet.
  • Serviert wird der Espresso Macchiato in der traditionellen Espressotasse oder in einem kleinen Glas.
  • Auf keinen Fall zu verwechseln ist er mit dem Latte Macchiato: Der Latte Macchiato wird in einem hohen Glas serviert. Auf den Espresso werden ca. 150 ml Milch gegeben. Besonders am Latte Macchiato ist, dass Espresso und Milch zwei Phasen bilden. Die mit Espresso verfeinerte Milch ist genau das Gegenteil eines Espresso Macchiato.
  • Der Unterschied zum Cappuccino hingegen ist, dass der Cappuccino in einer breiteren und größeren Tasse serviert wird. Auf den Espresso wird der Milchschaum gegossen. Latte Art Künstler zeichnen jegliche Figuren auf die Tasse.
  • Getrunken wird der Espresso Macchiato zu jeder Tageszeit.
  • Varianten des Espresso Macchiato sind der Espresso Macchiato freddo und der Espresso Macchiato caldo senza schiuma.

Beitragsbild: ©iStockphoto: JannHuizenga

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