Alpro Sojadrink

Sojadrink im Cappuccino Test

Anika von

Der Sojadrink ist die wohl bekannteste Alternative zu Frischmilch. Veganer, Vergetarier oder laktoseintoletante Personen schwören auf einen Soja Latte im Café oder verwenden den Sojadrink als vegane Milchaternative zu Hause. Du kannst ihn in jedem Supermarkt kaufen und erfreut sich großer Beliebtheit. Wir haben den Alpro Sojadrink auf seine Baristaeigenschaften getestet und wollten wissen, wie diese vegane Milchalternative im Vergleich zu Frischmilch und anderen Pflanzendrinks in unserem Cappuccino Test abschneidet.

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Wie schmeckt Sojamilch?

Sojamilch ist lebensmittelrechtlich gar nicht die richtige Bezeichnung. Denn Milch darf nur die Flüssigkeit genannt werden, die durch das Melken von Kühen erzeugt wird. Daher wird im Allgemeinen von Pflanzendrink gesprochen. Nur hat sich Sojamilch in den Köpfen festgesetzt und Sojadrink steht vornehmlich richtig auf den Verpackungen im Sprachgebrauch ist es jedoch eher selten. In unserem Cappuccino Test mit Ali haben wir unseren Sojadrink pur verkostet, seine Baristeigenschaften getestet und herausgefunden, ob Sojamilch gut mit Espresso harmoniert. Der Alpro Sojadrink ist pur beige bis gelb. Der Geruch erinnerte uns an Vanille und Getreide. Geschmacklich war er nicht sehr süß, sondern eher zurückhaltend mit einem Hauch von Vanille. Die Baristaeigenschaften, also die Schaumbildung ist gut im Vergleich zu Frischmilch. Wir haben keine maßgeblichen Abweichungen im Schaumbild festgestellt. Die Schaumkonsistenz war sehr cremig. Die Schaumhöhe von 1,8 cm war im vergleich zu Milch gut und auch die Schaumstandzeit nach 5 Minuten war noch einwandfrei, erst nach 10 Minuten Standzeit ist der Schaum eingefallen. Latte Art ist mit dem Sojadrink möglich, es ist jedoch ein wenig Übung erforderlich. Dem Cappuccino verlieh der Sojadrink einen leicht süßen Geschmack, ohne den Espresso zu sehr zu übertönen. Zudem führte die leicht cremige Schaumkosnistenz dazu, dass wir insgesamt einen harmonischen Eindruck von unserem Soja-Cappuccino hatten.

Wie wird aus Sojabohnen Sojamilch?

Sojabohnen sind Hülsenfrüchte. Um aus Sojabohnen einen Drink herzustellen, bedarf es einigen Produktionsschritten. Im ersten Schritt werden die Sojabohnen geschält, gereinigt und getrocknet. Dann werden sie in Wasser für einige Zeit (ca. 12 Stunden) eingeweicht. Das Wasser wird ausgetauscht und die Bohnen mit frischem Wasser vermengt und vermahlen. Diese homogene Masse wird gekocht und schließlich abgefiltert. Dabei trennt sich die Masse in den Sojadrink und sogenanntes Okara auf, die zurückbleibenden Feststoffe. Dem Drink werden je nach Hersteller noch Aromen und weitere Zusatzstoffe zugefügt, das Produkt sterilisiert und abgefüllt. Das verbliebene Okara wird häufig als Tierfutter verwendet.

Welche Inhaltsstoffe hat ein Sojadrink?

Sojadrinks sind der normalen Kuhmilch in Bezug auf die Makronährstoffe recht ähnlich. Der Protein- und Fettgehalt gleicht fettarmer Kuhmilch, jedoch ist das Fett des Sojadrinks überwiegend ungesättigt, während Milch mehr gesättigte Fettsäuren beinhaltet. Pflanzliches Protein ist aufgrund seiner Aminosäurezusammensetzung ernährungsphysiologisch nicht so hochwertig wie tierisches Protein. Soja enthält von Natur aus Lecithine, welche auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Als natürliche Emulgatoren und Stabilisatoren sind sie ein Grund, weshalb sich Sojadrinks vergleichsweise einfach aufschäumen lassen. Zudem sind Sojadrinks reich an Folsäure. Folsäure ist ein Vitamin, welches zur Zellteilung wichtig ist und insbesondere von Schwangeren nicht vernachlässigt werden sollte. Da Sojadrinks von Natur aus jedoch calciumarm sind und auch kein Vitamin B12 beinhalteten, werden beide Nährstoffe gerne zugesetzt, wodurch industrielle Sojadrinks ein wertvoller Kuhmilchersatz sein können. Hier ist jedoch zu beachten, dass Kuhmilchallergiker häufig auch Soja nicht vertragen, weshalb in diesem Fall Sojamilch nicht unbedingt den besten Milchersatz darstellt.

Für Soja braucht es Regenwaldflächen, oder?

Generell hat der Sojaanbau eher den Ruf, schlecht für die Umwelt zu sein. Soja wird überwiegend in Südamerika angebaut, wo sich riesige Flächen an Monoplantagen erstrecken und der Regenwald weichen muss. Unternehmen wie Alpro beziehen aus Nachhaltigkeitsgründen ihr Soja aus Europa oder Kanada. Soja das in Südamerika angebaut wird, wird überwiegend für die Herstellung von Tierfutter verwendet. Allgemein wird nur ein geringer Prozentsatz des weltweit angebauten Sojas für Lebensmittel verwendet.

Eine schwedische Studie hat herausgefunden, dass für die Herstellung von Sojamilch weniger als sie Hälfte der Landfläche verbraucht wird, welche für die Herstellung der gleichen Menge Kuhmilch benötigt wird. Ein Vergleich des CO2-Verbrauchs bei der Herstellung von Sojamilch und Kuhmilch zeigte, dass Sojamilch nur ca. ein Drittel soviel CO2 verbrauchte wie Kuhmilch. Im Punkt Energieverbrauch benötigt die Sojamilchproduktion ca. drei Viertel der Energie die für die Milchproduktion aufgewendet wird. Insgesamt könnte man sagen, dass der Genuss von Sojamilch etwas besser für die Klimabilanz ist als Kuhmilch.

Unser Alpro Soja Cappuccino

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